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Motorradtouren in den spanischen Pyrenäen

Der Tag startet entspannt mit frische Morgenluft und den wärmenden Sonnenstrahlen auf der Terrasse der Camping & Bungalowanlage Isábena, mit herrlichen Blicken auf die umliegenden Berge. Während einem leckeren und umfangreichen Frühstück planen wir unsere heutige Route, die uns in westliche Richtung zur beeindruckenden Anisclo Schlucht, einem Teil des Nationalparks von Ordesa, führen wird. Der Park wurde 1918 zu einem Naturschutzgebiet erklärt und ist das höchste Kalksteinmassiv Europas. Seit 1997 gehört es zu den Weltkulturgütern der Unesco. Gut gestärkt steigen wir auf unsere Motorräder und verlassen den Campingplatz nach Links Richtung Vilas del Turbon, dass ein kleiner Kurort ist, der am Fuße des Massivem Berges Turbon (2400m Hoch und höchster Berg des Tals) liegt und weiter nach Campo.

Von der dort geht es über die N-260, in Richtung Ainsa. Hier lohnt sich ein Stopp um sich den historischen Ortskern, mit seinem große langgestrecktem Hauptplatz (Plaza Mayor) der zu beiden Seiten von Arkadenhäusern aus Stein umrundet ist, anzuschauen. Weiter geht es über die A-138 in nördlicher Richtung, bis zu dem kleinen Örtchen Escalona, von hier ist es dann nicht mehr weit bis zur Anisclo Schlucht.

Die schmale Straße (die in den Sommermonaten auch eine Einbahnstraße ist) schlängelt sich durch die beeindruckende Schlucht und es gibt zahlreiche Miradores (Aussichtspunkte) zum anhalten um die tolle Landschaft zu bewundern. Am Ende der Schlucht befindet sich ein Parkplatz, beim Puente de San Urbez von dort kann man auch eine Wanderung machen.

Weiter geht es über die HU-631 nach Sarvise, ein verschlafenes Nest, durch das sich die Straße nach unten schraubt. Die HU-631 wird in diesem Bereich als die spektakulärste Straße der Pyrenäen bezeichnet. Wieder auf der N-260 geht es in östlicher Richtung zurück Richtung Ainsa. Von dort fahren wir auf die A-138 in Richtung Liguera de Cinca immer entlang des El Grado Stausee bei dem man in den Sommermonaten die Kirchturmspitze des ehemaligen Dorfes sieht. In Liguera de Cinca angekommen machen wir in einem kleinen Cafe eine Pause, bestellen uns ein paar kühle Getränke und eine Longaniza, das ist eine typische Bratwurst dieser Region.

Die spanischen Pyrenäen sind eine super abwechslungsreiche Gebirgskette und sind für Motorradfahrer ein absolutes Kurven Paradise, wie das nächste Streckenstück uns zeigt.

Es geht nach unserer Mittagspause südlich in Richtung Sierra de Guara, das größte Naturschutzgebiet von Aragon. Wir fahren an vielen kleinen idyllischen Dörfchen und romanischen Brücken vorbei. Unser Ziel ist der Geier Aussichtpunkt, der zwischen Barcabo und Arcusa auf der A2205 liegt. Dort angekommen, halten wir unsere Kameras bereit und legen uns auf die Lauer um einen Blick auf eines dieser beeindruckenden Tiere zu ergattern. Nach kurzem Warten haben wir Glück und sehen einen Geier wie er von seinem Nest startet. Nach diesem tollen Moment machen wir uns langsam auf den Rückweg zum Bungalowpark Isábena.

Die Strecke von Palo über die HU-V 6441 in Richtung Pano, ist ein weiteres landschaftliches Highlight der spanischen Pyrenäen. Tolle Straßen, traumhafte Umgebung, kein Verkehr und das Wetter ist ebenfalls herrlich. Nach ca. 19 Km erreichen wir den buddhistische Tempel „Dag Shang Kayu“. Mit seinen lebendigen Farben, ragt er aus der ruhigen und natürlichen Landschaft der umliegenden Hügel der Sierra Panillo hervor und ist auf jeden fall einen Stopp wert. Von dort geht es auf die letzte kurze Etappe nach Graus, der Hauptstadt des Landkreise Ribagorza, und über die A-1605 zurück nach La Puebla de Roda. Auf der Bungalowanlage zurück, erfrischen wir uns am Pool bevor wir am Abend im Restaurant leckere spanische Küche und einen guten Rotwein genießen. Und so endet eine tolle Motorradtour in den spanischen Pyrenäen.